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Ein Statement zur Meinungsfreiheit

In den letzten 3 Tagen war auf diesem Blog einiges los, wegen des offenen Briefes der Wittener Parteien an die Uni Witten/Herdecke.

Anders als behauptet, waren es bis Freitag Abend zwar keine 144 Kommentare unter dem Beitrag, sondern nur knapp über 40, aber selbst die haben einen zum Teil unterirdischen Ton.

Wir haben die Kommentare zum Beitrag “Kritik an Universität Witten / Herdecke für Einladung von Daniele Ganser” nun freigegeben, nachdem wir uns die Zeit genommen haben sie zu sichten. Dazu möchten wir noch ein Statement loswerden.

Wir Blogadmins stellen uns hinter Stefan Borggraefe und die anderen beteiligten Wittener Lokalpolitiker*innen. Diese Menschen haben sich die Freiheit genommen ihre Meinung zu sagen. Wir sehen es als völlig legitim an, wenn man die Form der Kritik diskutiert. Wir verstehen auch, wenn es Menschen gibt, die anderer Meinung sind. Und ja, auch wir halten die Meinungsfreiheit für ein hohes Gut. Nur diese gilt eben für jeden. Auch für Lokalpolitiker*innen.

Wir können absolut nicht nachvollziehen, warum Menschen wüsteste Beschimpfungen in unsere Kommentare und in Mails an die entsprechenden Politiker*innen schreiben. Uns als Piraten Ennepe-Ruhr und Stefan Borggraefe im speziellen als ‚neue SA‘, ‚Spanische Inquisition‘ oder auch als ‚Faschisten‘ zu bezeichnen hat mit einer konstruktiven Kritik und Diskussion absolut nichts zu tun.

Darüber hinaus gab es einige konkrete schriftliche Drohungen sowie nächtliche Anrufe bei Wittener Politiker*innen sowie Kontaktaufnahmen von jemandem, der sich als Journalist ausgab aber erwiesenermaßen nicht bei der Zeitung arbeitet, für die er zu arbeiten behauptete und welcher Druck auf die Angerufenen ausübte.

Wir als Blogadmins erwehren uns deshalb ausdrücklich gegen Zensurvorwürfe. Wir haben auf unserem Blog Hausrecht und können entscheiden, ob wir Kommentare zulassen und, ob wir Beschimpfungen freigeben möchten und wo für uns die Grenzen des Erträglichen liegen.

Wir wollten die Angriffe auf unseren Freund und Mitpiraten Stefan nicht freigeben ohne uns mit ihm zu besprechen, sehen aber nun ein, dass sich viele Kommentierende durch ihre teilweise wüste Ausdrucksweise selber demaskieren.

Wir bitten in Zukunft den notwendigen Respekt und ein Minimalmaß an guter Kinderstube walten zu lassen, damit eine sachliche Diskussion möglich ist.

Durch die kritischen Fragen und Gespräche im Anschluss an den Vortrag, sowie durch die Berichterstattung der Presse fühlen wir uns in der Forderung des offenen Briefes gestärkt. Ohne die Intervention hätte es wahrscheinlich weder die Debatte, noch eine kritische Berichterstattung zu der Veranstaltung gegeben.

Die Blogadmins
Maja (@FrauMaja) und Chris (@Sirhcnailuj)

Weiterführende Lesetipps:
WAZ – “Umstrittener Historiker-Vortrag – Kritische Professoren wurden ausgebuht”
Hollarius – “Kein Rückrat ist keine Meinungsfreiheit”
Prof. Dr. Birger Priddat -“Ganser manipuliert uns selbst” (WAZ)