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Mehr Impfmöglichkeiten für Vorerkrankte schaffen

Tim Reckmann

Die Kreistagsfraktion DIE LINKE & PIRATEN beantragt beim Landrat, unverzüglich für Vorerkrankte eine Impfmöglichkeit im Impfzentrum des Kreises zu schaffen. Damit soll die Benachteiligung von Vorerkrankten durch die Kreisverwaltung beendet werden.

Ab dem 8. April können Vorerkrankte auch bei ihren Hausärzten geimpft werden, aber das ist nach dem Impferlass des Landes vom 31.März nur eine alternative Möglichkeit zur Impfung. Laut Impferlass sind Personen unter 60 Jahren mit Vorerkrankungen nach der CoronaImpfverordnung in der Regel in den Impfzentren zu impfen.

Eine Möglichkeit zur Vereinbarung eines Impftermins suchen Vorerkrankte aber vergeblich auf der Kreisseite. Stattdessen schiebt der Kreis alle Vorerkrankten pauschal an die Hausärzte ab: „Seit dem 7. April haben die Hausärzte die Impfungen chronisch kranker Menschen übernommen. Termine werden direkt mit den Praxen vereinbart.“ So lautet es lapidar auf der Kreisseite.

Die besondere Betroffenheit von Vorerkrankten wird vielfach verkannt. Vorerkrankte können sich schwerer vor einer Infektion schützen als Ältere. Deshalb wollen DIE LINKE & PIRATEN die Benachteiligung durch die Einschränkung auf die Impfung beim Hausarzt beseitigen.

Menschen ab 60 sind schon häufig im Rentenbezug. Sie können ihre Kontakte weitgehend selbst bestimmen und sich ihrem persönlichen Risiko entsprechend selbstbestimmt einschränken.

Die Vorerkrankten sind ihnen bei der Priorisierung der Impfberechtigung zwar gleichgestellt, aber jünger und oft berufstätig. Daher sind sie nicht in der Lage, ihre Kontakte derart einzuschränken, wie dies altersbedingt Impfberechtigten möglich ist. Ihnen wird jedoch aktuell vom Kreis eine Impfung im Impfzentrum verweigert, obwohl sie aktuell impfberechtigt sind. Hausärzte haben bisher auch zu wenig Impfdosen.

Sollte der Landrat keine Impfmöglichkeiten für Vorerkrankte schaffen, wollen DIE LINKE & PIRATEN den Kreistag in einer Sondersitzung darüber entscheiden lassen.

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